Innere Helden des Alltags
- 16. März
- 2 Min. Lesezeit
Das innere Team zwischen Verantwortung und Selbstfürsorge
Es gibt Menschen, die viel tragen. Im Beruf, im privaten Umfeld, oft auch emotional. Sie übernehmen Verantwortung, halten Situationen zusammen und sorgen dafür, dass Dinge weiterlaufen. Gerade auch in Krisen- und Belastungssituationen.
Von aussen wirkt das souverän. Von innen fühlt es sich nicht immer leicht an.
Dieser Text ist ihnen gewidmet.

In allen von uns stecken und walten verschiedene Seiten unserer Persönlichkeit. Je nach Situation tritt die eine stärker hervor wie die andere.
Der Held in uns
Es gibt da diesen Anteil, der funktioniert. Der organisiert, durchhält und übernimmt. Der sagt: „Ich mach das.“ Er ist zuverlässig und pflichtbewusst. Er trägt Verantwortung ohne grosses Aufheben. Im Alltag ist dieser Held beliebt und im Beruf sowieso. Und ehrlich: Ohne ihn würde so manches nicht laufen.
Problematisch wird es, wenn dieser Held-Anteil nie Feierabend macht. Wenn er jede Situation als seine Aufgabe versteht und stark bleibt, auch dann, wenn es gar nicht nötig wäre. Dann wird aus einer Stärke Daueranspannung und Verantwortung wird langsam zu Identität. Das laugt aus.
Vielleicht bemerkst du es zuerst in kleinen Momenten. Wenn du dich ärgerst, obwohl niemand etwas von dir verlangt hat oder du müde bist, aber trotzdem zusagst. Oder wenn du merkst, dass du kaum noch spürst, was dir selbst eigentlich wichtig ist.
Hier beginnt oft die leise Sehnsucht nach mehr Lebendigkeit.
Das innere Team
Zu dir gehören viele weitere Anteile. Wir alle bestehen nicht nur aus einem „Held“.
Wenn du über innere Seiten oder Anteile nachdenkst, wie immer du das nennen willst, begegnen dir vielleicht mutige, wütende, vorsichtige, optimistische, erschöpfte oder andere Anteile. Wer für Dich hier eine Rolle spielt, ist absolut individuell und im Gespräch zeigt sich häufig eine überraschende Vielfalt.
Das bedeutet auch: Ein Held ist nicht alleine. Er ist Teil deines Teams. Vielleicht sind andere leiser geworden oder in den Hintergrund gerückt. Wenn Du merkst, dass die Situation dich belastet, so wie sie ist, dann lohnt sich ein Blick auf diese innere Dynamik.
Das innere Team muss nicht kompliziert analysiert werden. Oft reicht es, ihm Raum zu geben. Zu benennen, wer gerade das Steuer hat. Und wer schon lange nicht mehr gefragt wurde. Das ist Selbstfürsorge. Sich nicht auf einen einzigen Anteil zu reduzieren, sondern allen wieder Gehör zu schenken.
Verankerung als innere Führung
Verankertsein bedeutet hier innerlich moderieren zu können. Sich selbst zu führen und zu entscheiden, wann der Held gefragt ist. Und wann jemand anderes.
Das innere Team bringt Bewegung in festgefahrene Muster, ohne sie dramatisch zu machen.
Gerade in unübersichtlichen Situationen kann es hilfreich sein, diese Innenbetrachtung zu zweit zu machen. Durch den Blick von aussen stelle ich Dir im Coaching bei Anker 11 Solothurn andere Fragen wie Du dir selbst. Ich biete den Rahmen zum Sortieren, Entdecken und Zusammenhänge sichtbar machen.
Das ist Spielraum. Auch in schwierigen Phasen.
Wenn Du Fragen hast, melde Dich gerne bei mir. Einen weiteren Blogbeitrag zu diesem Thema findest du unter Krisencoaching mit dem inneren Team


