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Aktiv neu verankern bei einer beruflichen Herausforderung

Warum es Sinn macht, sich um eine gute Verankerung zu kümmern, statt abzuwarten, ob sich die Lage "einfach so" verbessert.

Coaching berufliche Herausforderung

Ja, das mit dem Abwarten kann auch gutgehen und Gelassenheit ist eine Kraft, die vieles erleichtert. Wenn Du jedoch in einer Situation steckst, in welcher die positive Veränderung ausblieb, und deine Unzufriedenheit steigt, dann solltest du aktiv werden.


Das ist den meisten Menschen bewusst. Manchmal fehlt anhand der Ausgangslage oder bereits erlebter Fehlschläge die Kraft und die Ideen. Gerade in solchen Situationen ist es eine gute Investition, in die eigene Verankerung zu investieren. Damit kannst du selbst wirksam sein und das gibt Halt. Du schaffst dir damit eine neue Basis.


Fokus auf Ankerelement


Ich habe dir eine Grafik mit 5 Elementen erstellt. Es ist beliebig, womit du beginnst, jedoch wichtig, dass du dir selbst als erstes einen Fokus setzt. Da es bekannt ist, dass der Mensch dazu neigt sich zu wiederholen und auf das zurückzugreifen, was er kennt, ist es eine gute Idee etwas auszuwählen, das bislang von dir weniger beachtet wurde.

Damit förderst du gleichzeitig deine Agilität und erhöhst die Anzahl Möglichkeiten, um auf eine Situation zu reagieren. Es wird auch zukünftig so sein, dass Herausforderungen individuelle Lösungswege brauchen.


Dieser Beitrag richtet sich direkt an jene, die gleich damit beginnen wollen sich gut zu verankern. Wenn du gerne mehr über die Herleitung und Hintergründe erfahren möchtest, findest du in meinem Blog weitere spannenden Artikel zum Verankertsein.


Anker setzen bei einer beruflichen Herausforderung


Wenn Du dich entschieden hast, worauf du deinen Fokus legst, such dir 1-10 Möglichkeiten für die Umsetzung. Wichtig ist: Starte jetzt. Deshalb gebe ich dir hier ein paar Ideen mit, die du dann selber erweitern kannst. Die Erfahrung zeigt, dass sich oftmals eine Eigendynamik entwickelt, sobald auf etwas fokussiert wird. Die Ausrichtung deiner Aufmerksamkeit führt dazu, dass dein Gehirn regelmässig nach brauchbarem "gescannt" wird. So verfügst du bald über verschiedene Möglichkeiten innerhalb eines Elementes - du entwirfst deinen eigenen Anker.


Je 5 Anregungen aus dem Ideenpool von Anker 11, basierend auf Erfahrungen:


Präsenz zeigen:

  • Würdehaltung: Richte dich auf, Kinn leicht nach oben, Schultern zurück

  • Fester Stand: Stelle eine Verbindung her zwischen deinen Füssen und dem Boden.

  • Lächle (wirkt sich auch positiv auf dich aus, selbst wenn dir nicht danach ist)

  • Nimm bewusst Kontakt auf zu deinem Gegenüber durch Grüssen, etwas fragen, Blickkontakt etc.

  • Überlege dir etwas, das dir sehr wichtig ist (positiver Wert) und bringe es ein

Beharrlich bleiben:

  • Gib dem, an dem du dranbleiben willst, einen konkreten Namen

  • Überlege dir, woran du die Fortschritte (bei dir selbst) erkennst. Was würde sich für dich ändern?

  • Schreibe eine Liste mit den Sachen, die du bereits probiert hast und entscheide, ob du damit weitergehen willst. Wenn nicht, streiche durch.

  • Schreibe mindestens 3 neue Ideen dazu. Sei mutig und lass auch "verrückte" Ideen zu.

  • Feiere deine eigenen kleinen Erfolge mindestens mit einem positiven Zuspruch an dich selber.

Unterstützung:

  • pflege den Kontakt, zu denen die dir gut tun im beruflichen Umfeld

  • sprich mit ihnen über positives

  • frage sie nach ihren besten, umsetzbaren Ideen

  • teile dein Anliegen mit, als Formulierung dessen, was du brauchst

  • überlege, ob du professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen willst

Selbstkontrolle:

  • Merke: Du entscheidest, wie du auf etwas reagieren willst. Hier kannst du selbst bestimmen.

  • Überlege dir 1-3 Sätze, um kurz Zeit zu schinden - für Situationen in denen du dich entweder überfahren fühlst oder grad nicht weisst, was du tun willst. Ein Klassiker ist beispielsweise: ".... ich komme darauf zurück".

  • Nimm einen Reminder mit - ein Symbol, ein Zettel, ein Handyfoto, das dich daran erinnert, dass du selbst über deine Reaktion bestimmst.

  • Mach Pausen - Selbstkontrolle braucht Energie

  • Halte Erfolge fest

Pause machen:

Dieses Element ist nicht explizit ein Grundelement fürs Verankertsein, trägt jedoch dem Umstand Rechnung, dass viele derer, die sich in herausfordernden Situationen befinden, einen gewissen Energieverlust erlebt haben.

  • Reduziere das Tempo

  • such dir eine Aufmerksamkeitsübung, die dir gefällt

  • tanke auf mit deinem Lieblingshobby

  • überlege dir Varianten für Mikropausen

  • wheel of Influence - sortiere, worauf du wirklich Einfluss hast


Verankertsein erleben und ausbauen


Wer ins Verankertsein investiert, gewinnt an Halt und Orientierung. Damit lässt sich bei einer beruflichen Herausforderung weitergehen. Du schaffst dir eine Ausgangslage für Veränderungen. Noch besser: Es ist bereits ein Teil eines Veränderungsweges.

Um beruflich Handlungsspielräume zu erweitern, gibt es viele Ansätze. Im Coaching von Anker 11 Solothurn werden diese individuell auf dich zugeschnitten, weil jede Ausgangslage einzigartig ist. Wenn du Interesse hast, melde dich bei mir.



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