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Ballast abwerfen in Krisenzeiten

vor 7 Stunden
2 Min. Lesezeit

Nicht alles was sich in der Vergangenheit bewährt hat, muss auf Lebzeiten mit dir mitgehen. In Portugal habe ich diesen beeindruckenden Friedhof der Anker besucht. Inmitten einer wunderschönen Strandlandschaft haben all diese Anker ihren letzten Ruheort gefunden. Was für ein Anblick!


Zugegebenermassen hat es mich auch irritiert. Ist es eine Ansammlung von Ankern im Sinne von "je mehr, umso besser", oder ist es ein Zeichen dafür, dass selbst starke Anker irgendwann nicht mehr gebraucht werden?


Je mehr, umso besser?


Ballast abwerfen in Krisenzeiten, Coaching Anker 11

In Krisenzeiten fehlt Halt. Es fehlt die innere Orientierung, wir fühlen uns überwältigt. Anker 11 Coaching setzt hier an und sucht mit dir zunächst das, was wieder Stabilität gibt. Anker werden gesetzt in verschiedenen Lebensbereichen und auf unterschiedlichen Ebenen: Ganz praktische Erste-Hilfe-Massnahmen im Alltag, Einflussnahme auf Gedanken und alles, was das Nervensystem entlasten kann. Je mehr, umso besser ist in dieser Phase eine günstige Ausgangslage. Dann kannst du auswählen, was dir in welcher Situation am meisten bringt. Und was später nicht mehr gebraucht wird, kann wieder gehen.


Ein grosser oder viele kleine Anker?


Ein grosser Anker ist schwer, dafür hält er enorm viel aus. Da erschüttert dich so schnell nichts mehr. Manche Menschen besitzen im Leben gewachsene Überzeugungen, die sie sicher durchs Leben tragen. Sie sind nicht gefeit vor Krisen, können sich in diesen jedoch meist wieder rascher stabilisieren.


Andere haben das nicht. Hier kann Stabilisierung und Wiederorientierung in Krisenzeiten über viele kleinere Sachen erreicht werden. Das funktioniert genauso gut und hat die Chance, im Verlaufe der Zeit auch zu einem echten grossen Anker zu werden. Heute weiss man, dass Resilienz lebenslang auf- und ausgebaut werden kann. Genau daran arbeite ich mit dir im Coaching von Anker 11.


Zuviel des Guten? Wenn Anker zur Belastung werden


Gibt es das wirklich? Dass etwas, das uns so viel Halt gibt, zur einer Belastung wird? Ja. In meinen Begleitungen von Menschen in Krisensituationen sehe ich das immer mal wieder. Unabhängig vom Alter begegnen mir starre Vorstellungen darüber, wie etwas zu sein hat, damit es wieder besser wird. Es sind Überzeugungen, ohne diese es nicht gehen werde. Vielleicht kennst Du das aus dem Alltag:


  • Wenn etwas nicht mehr so läuft, wie es "immer" war, regt dich das gerade in Krisenzeiten fürchterlich auf.

  • Wenn etwas, auf das Du dich immer verlassen konntest plötzlich wegbricht, weisst du nicht mehr was du tun könntest.

  • Wenn dieser eine Mensch nicht da ist, läuft gar nichts


Alles Sachen, die dich stark getragen haben. Durch viele Zeiten, in vielen Situationen. Grosse Anker, an denen dein Sein hängt. Und jetzt funktionieren sie nicht mehr.


In einer Krisensituation ist das für viele ein Desaster. Für mich als Coach ist es eine Herausforderung. Zu genau diesem Zeitpunkt ist wenig anzufangen mit "eine Krise ist auch eine Chance für Veränderung". Verlust, Ärger, Trauer und Erschütterung überwiegen. Dann bleibe ich an deiner Seite und trage mit.


Ballast abwerfen


Der Friedhof der Anker zeigt Anker, die irgendwann nicht mehr gebraucht wurden. Ihr ursprünglicher Zweck wurde hinfällig, weil sich Neues entwickelt hat.


Das Leben ist so. Die Frage ist: Erlauben wir uns, Überzeugungen, Handlungen und Vorstellungen gehen zu lassen, wenn es sie nicht mehr braucht?


Ich ermutige dazu. Andere, und mich selbst manchmal auch.






Hast Du dich wiedererkannt? oder noch Fragen? Dann schreib mir doch einfach. Ich freue mich auf den Austausch mit Dir. 

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